Checkliste

Sie haben so viele Unterlagen? Doch welche sind die Richtigen? Wir möchten, dass Sie einen Überblick erhalten. Deshalb finden Sie in unserer Checkliste, welche Unterlagen Sie mit zu Ihrem Beratungstermin bringen sollten, sodass Sie gut vorbereitet sind.

Allgemeine Angaben

  1. Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Antragsjahres
  2. Geringfügige Beschäftigungen
    – Nachweise über Minijobs bis 450 € und die ggf. davon einbehaltenen Rentenversicherungsbeiträge;
    – Nachweise über Midijobs über 450 € bis 850 € (Lohnsteuerbescheinigung mit Ausweis der Renten-,
    Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge)
  3. Letzter Einkommensteuerbescheid
  4. Bescheinigungen über Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Krankengeld,
    Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Übergangsgeld und ähnliche Lohnersatzleistungen
  5. Behindertenausweis bzw. Bescheinigung des Versorgungsamtes für Körperbehinderte
    und Hinterbliebene (auch für körperbehinderte Kinder und Gatten)
  6. Bescheide über Renten aus der Berufsgenossenschaft (Unfallrenten) und der Kriegsopferversorgung
  7. Vordruck Anlage VL (Bescheinigung des Anlageinstituts zu den vermögenswirksamen Leistungen)
  8. Antrag auf Wohnungsbauprämie
  9. Nachweise über haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerrechnungen (Rechnungen und Zahlungsnachweise)
  10. Aufwandsentschädigungen (z.B. Übungsleiter, Sitzungsgelder, Entschädigung für Stadtrat, Bürgermeister etc.)

Kinder/Kindergeld: pro Kind

  1. Kindergeld
    – Letzter Kindergeldbescheid bzw. Schriftverkehr mit der Familienkasse
    – Name und Geburtsdatum
    – Bescheinigung des Lehrherrn, Schule, Universität über die Berufsausbildung, Lehrverträge
    – Nachweise über den zeitlichen Umfang einer Erwerbstätigkeit (auch Minijobs) eines Kindes, das bereits eine erste Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen hat und sich im Antragsjahr in
    einem weiteren Ausbildungsgang befindet
    – Bestätigung des Arbeitsamts über die Meldung als Arbeitssuchender
    – Nachweis, dass Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht begonnen oder fortgesetzt werden konnte
    – Nachweis, dass ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder ein begünstigter Freiwilligendienst abgeleistet wurde
    – Nachweis, dass das Kind wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande ist sich zu unterhalten (z.B. Schwerbehindertenausweis des Versorgungsamtes)
    – Nachweis, dass der Grundwehrdienst oder Zivildienst abgeleistet wurde Bei unehelichen Kindern oder Kindern aus dauernd getrennt lebenden oder geschiedenen Ehen
    – Bescheinigung des Meldeamts über Zuordnung der Kinder
    – Nachweis der Unterhaltsleistungen und ggf. Änderung der Zuordnung von Kindern beantragen
  2. Angaben zur auswärtigen Unterbringung von volljährigen Kindern in Ausbildung (Beginn und Ende im Antragsjahr, vollständige auswärtige Adresse, Ausbildungsnachweis – z.B. Immatrikulationsbescheinigung)
  3. Besuch des Kindes in einer Schule in freier Trägerschaft oder überwiegend privat finanzierten Schule (z.B. Waldorf-Schulen – Nachweis Schulgeldzahlung)
  4. Kinderbetreuungskosten (auch Kindergarten, Kindertagesstätte)
  5. Sonstiges

Vermietung und Verpachtung

  1. Im Jahr der Anschaffung/Herstellung:
    – Kaufvertrag, Belege Herstellungskosten und Nebenkosten (Notar, Grunderwerbssteuer etc.)
  2. Einheitlich und gesondert festzustellende Einkünfte (z.B. bei Grundstücksgemeinschaft) ggf. Mitteilung des Finanzamtes über Höhe der Beteiligungseinkünfte
  3. Mieteinnahmen (Mietvertrag, Nebenkostenabrechnungen, ggf. Kontoauszüge)
  4. Vom Vermieter verauslagte Umlagen (Wasser, Heizung, Elektrizität, Müllabfuhr u.s.w.)
  5. Abstandszahlungen (Zahlungen des Mieters für die vorzeitige Entlassung aus dem Mietvertrag)
  6. Finanzierungskosten (Bausparabschlussgebühren, Darlehens-, Schuld-, Zwischenfinanzierungszinsen, Bereitstellungszinsen, Damnum (Disagio), Erbbauzinsen, Notariatsgebühren für Grundschuldbestellung, Schätzungsgebühren, Zuteilungsgebühren)
  7. Erhaltungsaufwendungen (Aufwendungen für die Erneuerung von bereits vorhandenen Teilen)
  8. Grundsteuer, Hausversicherungen
  9. Annoncen, Anzeigen (z.B. zwecks Mietersuche) Fahrten zum Mietobjekt (Termine, Entfernung zum Wohnsitz)
  10. Telefonkosten wegen Vermietung
  11. Anwaltskosten (z.B. wegen Einforderung von Mietrückständen)
  12. Sonstiges (z.B. Einheitswert-Aktenzeichen):

Kapitalvermögen

  1. Steuerbescheinigungen aller Banken, Bausparkassen etc.
  2. Nachweise über erteilte Freistellungsaufträge (Bescheinigungen der Anlageinstitute)
  3. Einheitlich und gesondert festzustellende Einkünfte (z.B. aus Erben- oder Grundstücksgemeinschaften; ggf. Mitteilung des Finanzamtes über Beteiligungseinkünfte)
  4. Sonstiges (z.B. Verlustbescheinigungen Vorjahre):

Sonstige Einkünfte

  1. Rentenbescheide und Rentenanpassungsmitteilungen (z.B. Altersruhegeld, Erwerbs-/Berufsunfähigkeitsrente, Witwenrente u.s.w.)
  2. Bescheinigungen für Renten aus betrieblicher Altersversorgung (incl. VBL)
  3. Renten aus privaten Versicherungsverträgen (z.B. Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung)
  4. Unterhaltsleistungen vom getrennt lebenden/geschiedenen Ehegatten (z.B. Anlage U)
  5. Private Veräußerungsgeschäfte (z.B. bei Grundstücken)
  6. Sonstiges:

Werbungskosten bei Arbeitseinkünften

  1. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Angabe der Entfernung und Ort der Arbeitsstät-
    te; Anzahl der Fahrten nach Abzug der Urlaubs-, Kranken- und Dienstreisetage)
  2. Beiträge zu Berufsverbänden (Gewerkschaften u.ä.)
  3. Arbeitsmittel und Arbeitszimmer
    – typische Berufskleidung
    – Arbeitsschuhe
    – Unterhalt und Pflege der Berufskleidung und der Arbeitsschuhe (für Waschen, Reinigen, Reparaturen usw.)
    – Computer, Fachliteratur, Werkzeug, Büromaterial
    – Kosten eines berufsbedingten Arbeitszimmers oder dessen Einrichtung; Skizze über Lage und Einrichtung des Arbeitszimmers beifügen und Größe der Wohnung angeben
  4. Bewerbungs- und Fortbildungskosten
    – Nachweise über Aufwendungen für Bewerbungen (Inserate, Fahrkarten, Fotokopien etc.)
    – Fachbücher und Fachzeitschriften (mit Aufstellung)
    – Berufsfortbildung ggf. auch Berufsausbildung (Kursgebühren, Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwand, Zimmermiete am Ausbildungsort); hier sind Erstattungen der Arbeitgeber abzuziehen
    – Erstattungen des Arbeitgebers (z.B. Reisekosten)
    – Kosten abgelegter Meisterprüfung; ggf. Bescheid des Arbeitsamtes über öffentlichen Zuschuss zu dieser Maßnahme beifügen
    – berufliche und fachwissenschaftliche Tagungen; Programm der Veranstaltung beifügen
  5. Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten sowie doppelte Haushaltsführung
    – berufsbedingte Übernachtungskosten, die der Arbeitgeber nicht erstattet und an denen er sich auch nicht beteiligt hat (nur mit Nachweis abziehbar)
    – Bescheinigungen des Arbeitgebers über erstattete Verpflegungsmehraufwendungen bei Auswärtstätigkeiten und eventuelle sonstige steuerfreie Erstattungen
    – Arbeitgeberbescheinigung über steuerfrei gezahlte Auslösung, Fahrtkosten, Wegegelder und Verpflegungszuschüsse bei Fahr- und Einsatzwechseltätigkeit
    – Bei doppelter Haushaltsführung: Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung im Antragsjahr; bis einschließlich 2013 auch Angaben zur Größe der Wohnung
  6. Bei Berufskraftfahrern, Handelsreisenden und ähnlichen Berufen
    – Führerscheinkosten, wenn der Führerschein Voraussetzung für die Berufsausübung ist (nicht: Pkw- Fahrerlaubnis)
  7. Beruflich veranlasste Umzugskosten (bei Versetzung, Wechsel des Arbeitgebers, Berufswechsel); Erklärung des Arbeitgebers beifügen, in welchem Umfang er sich an diesen Kosten beteiligt hat.
  8. Telefon-, Handy- und Internetkosten (Gesamtkosten, geschätzter beruflicher Anteil)
  9. Arbeitsgerichtsprozesskosten
  10. Kraftfahrzeugunfall auf dem Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz bzw. auf einer Dienstreise (Polizeiprotokoll, Reparaturrechnung, Sachverständigengutachten bei Totalschaden)
  11. Bei vom Arbeitgeber gestelltem Dienstwagen, der auch privat und ggf. auch für Fahrten
    zwischen Wohnung und Betrieb genutzt werden darf:
    – Bruttolistenpreis des Dienstwagens (z.B. laut Ausweis in der Lohn-/Gehaltsabrechnung); bei unterjährigem Fahrzeugwechsel: Angaben für beide Dienstwagen
    – Anrechnung eventueller Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu den Kosten des Fahrzeugs
    – ggf. Sonderberechnungen bei ordnungsgemäßen Fahrtenbuch
  12. Sonstiges:
    – Rechtsschutzversicherungen
    – Haftpflicht- und Unfallversicherungen, die ausschließlich aus beruflichen Gründen abgeschlossen worden sind
    – Steuerberatungskosten (auch Mitgliedsbeitrag Lohnsteuerhilfeverein – Quittung)

Sonderausgaben

  1. Riester-Verträge: Zulagenantrag sowie Anbieterbescheinigung nach § 92 EStG SV-Nr.:
  2. Personenversicherungen: Beiträge zu
    – gesetzlichen Rentenversicherungen, Berufsständischen Versorgungswerken und sogenannten „Rürup-Renten“ (eigene kapitalgedeckte Altersrente)
    – gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherungen
    – Bescheinigung KV-/PV-Beiträge bei PKV-Versicherten
    – Beiträge zu Unfall-, Haftpflicht- und Risikolebensversicherungen, zu Berufsunfähigkeits- und Sterbegeldversicherungen, sowie zu Kapitallebensversicherungen, die schon vor 2005 abgeschlossen wur-
    den
  3. Spenden für gemeinnützige, mildtätige, kirchliche, wissenschaftliche und staatspolitische Zwecke sowie kommunale Wählervereinigungen (Vorlage von Spendenbescheinigungen)
  4. Anlage „U“, wenn Unterhaltsleistungen an geschiedenen bzw. getrenntlebenden Ehegatten geltend gemacht werden
  5. Aufwendungen für eigene Berufsausbildung
  6. Geleistete Renten und dauernde Lasten (Geldleistungen, Kost und andere Sachleistungen);
    Verträge über die entsprechenden Verpflichtungen beifügen
  7. Verlustfeststellungsbescheid (z.B. aus früheren Gewinneinkünften)
  8. Sonstiges:

Außergewöhnliche Belastungen

  1. Nachweis über eine Behinderung (vgl. auch I. 5)
  2. Unterstützung bedürftiger Angehöriger (nur abzugsfähig, wenn gesetzliche Unterhaltspflicht besteht)
    – Verwandtschaftsgrad, eigene Einkünfte, Bezüge und Vermögen der unterstützten Person
    – Bei Auslandsunterstützung Heimatbescheinigung unterstützter Person in amtlich beglaubigter deut-
    scher Sprache erforderlich
  3. Gesundheitsbedingte Aufwendungen
    – Heilbehandlungskosten (Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Krankengymnastik etc.) soweit diese nicht von Dritten (z.B. Krankenkasse) ersetzt worden sind; auch Zuzahlungen und selbst zu tragende Kosten zu ärztlich verordneten Medikamenten
    – Höhe der Erstattungen und Zuschüsse zu Heilbehandlungskosten: Beitragsrückerstattungen bei privat Versicherten, Beihilfeleistungen bei Beamten, Boni bei gesetzlicher Versicherung und Teilnahme an Gesundheitsprogrammen, Schadenersatz nach Unfällen, ggf. Zuschüsse des Arbeitgebers
    – Brillen, Bruchbänder, Prothesen, Schuheinlagen, Hörgeräte oder andere medizinische Hilfsmittel
    – Aufwendungen für eigene Unterbringung im Pflegeheim (Abrechnungen nach Abzug von Pflegegeld)
    – Kurkosten, dazu unerlässlich ein amtsärztliches Attest, wenn sich keine Krankenkasse an den Kurkosten beteiligt hat
  4. Bei Pflege hilfloser Angehöriger: Schwerbehindertenausweis mit Eintrag „H“, Bescheid des Versorgungsamts oder Bescheid über die Gewährung von Pflegegeld, Pflegezulage oder Pflege, Bescheinigung über Pflegestufe
  5. Kosten einer Ehescheidung (Prozess, Gerichts- und Anwaltskosten)
  6. Bestattungskosten eines Angehörigen (Nachweise dann, wenn diese nicht durch den Nachlass
    gedeckt sind)
  7. Nachweis der Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung bei unabwendbarem Er-
    eignis (Brand, Diebstahl, Hochwasser, Unwetter u.ä.)
  8. Sonstiges: (z.B. Fahrtkosten zu Arzt und Apotheke, Telefonkosten zwecks Terminvereinbarungen)

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